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  • 2021 - September - 9. - Bonner Begegnungen: Besuch bei Rainer Pause, Gründer des Bonner Pantheon-Theaters

Bonner Begegnungen: Besuch bei Rainer Pause, Gründer des Bonner Pantheon-Theaters

Rainer Pause, Pantheon-Gründer; Lambert-Sebastian Gerstmeier, BJV-Vorsitzender; Prof. Dr. Heinz Günter Horn, Vorsitzender des Kulturförderkreises
v.l.: Rainer Pause, Pantheon-Gründer; Lambert-Sebastian Gerstmeier,
BJV-Vorsitzender; Prof. Dr. Heinz Günter Horn, Vorsitzender des
Kulturförderkreises; Photo: Erhard Schoppert

Einen Atemzug später strahlt der 74-Jährige schon wieder – wenn er an seine Ankunft in Bonn zurückdenkt. Er wollte hier Medizin studieren, wechselte nach ein paar Semestern die Fakultät und lernte einiges über Germanistik, Kommunikation und Phonetik. Nebenbei begann er 1966 als Schauspieler an der Studiobühne der Uni, wurde später deren Regisseur und Leiter. Raus aus dem Hörsaal, mit dem er nicht warm wurde. Ab 1982 wechselte er ins Kabarett-Fach, gemeinsam mit Heinrich Pachl bespielte er das Kölner Theater „Der Wahre Anton“.

In Bonn traf er Norbert Alich – eine Begegnung mit langjährigen Folgen. Seit 1990 treten die Beiden immer wieder gemeinsam auf, als Fritz (Pause) und Hermann (Alich) gehören sie zum festen Pantheon-Inventar. Nahezu unzertrennlich, scharfzüngig in ihren Pointen – stets mit einem begeisterten Publikum. Und bundesweit oft ausverkauften Häusern.

Bei der Begegnung mit Bonner Journalist*innen ist Pause immer wieder in seinem Element, er lacht gern über sich selbst und versucht, dem Leben auch Leichtigkeit abzugewinnen. Etwa, wenn er auf die aktuelle Rolle der Kultur (-politik) eingeht. Es sei „fatal, wenn es heißt, Kultur sei nicht systemrelevant“. Er schüttelt den Kopf. „Der Gaul ging mit mir durch, als ich mich vor fast 35 Jahren fürs Pantheon entschied.“

Und damit für eine Institution am Rhein, die längst als Aushängeschild gilt, bei der Stadt aber nur behutsam Beifall und finanzielle Unterstützung findet. Teilweise habe er Theaterpausen mit Discobetrieb überbrückt, „das tat der Kasse und den Rücklagen gut“. Heute weiß die bundesweite Kabarett-Prominenz sein Haus zu schätzen, ob Gaby Köster, Andreas Rebers, Jürgen Becker oder Thorsten Sträter. Mit hochkarätigen Gastspielen füllt Pause das Programm, nicht zu vergessen sein „Pink Punk Pantheon“ zur Karnevalszeit. Dann führt er mit Norbert Alich durchs Programm, die Vorstellungen sind Wochen vorher ausverkauft.

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